Großhandelsstrompreis in Tschechien

CZ · Day-Ahead Spotpreise · ENTSO-E Transparency Platform

Aktueller Preis

165.71€/MWh

24h-Durchschnitt

183.3€/MWh

−4.9 %ggü. Vortag

24h-Tief

83.0€/MWh

24h-Hoch

264.5€/MWh

Erneuerbarer Anteil

9%

Kernenergie-Anteil

39%

Fossiler Anteil

50%

Preisverlauf

Aktueller Strommix

Braunkohle: 47% (3,564 MW)
Kernenergie: 38.8% (2,942 MW)
Biomasse: 3.7% (279 MW)
Sonstige Erneuerbare: 3.5% (267 MW)
Erdgas: 1.6% (119 MW)
Steinkohle: 1.5% (111 MW)
Sonstige: 1% (73 MW)
Wind Onshore: 0.8% (58 MW)
Laufwasser: 0.7% (53 MW)
Pumpspeicher: 0.7% (52 MW)
Abfall: 0.6% (44 MW)
Speicherwasser: 0.3% (20 MW)
Braunkohle47%
Kernenergie38.8%
Biomasse3.7%
Sonstige Erneuerbare3.5%
Erdgas1.6%
Steinkohle1.5%
Sonstige1%
Wind Onshore0.8%
Laufwasser0.7%
Pumpspeicher0.7%
Abfall0.6%
Speicherwasser0.3%

Total: 7.6 GW

Der aktuelle Großhandelsstrompreis in Tschechien beträgt 165.71 EUR/MWh (16.57 ct/kWh). In den letzten 24 Stunden lagen die Preise zwischen 83.0 und 264.5 EUR/MWh, bei einem Durchschnitt von 183.3 EUR/MWh.

Die Stromerzeugung in Czechia besteht aktuell zu 9% aus erneuerbaren Quellen, 39% Kernenergie und 50% fossilen Brennstoffen. Der Erzeugungsmix beeinflusst direkt die Großhandelspreise — Stunden mit hoher Wind- und Solarproduktion haben typischerweise niedrigere Preise, während Gaskraftwerke in Spitzenlastzeiten die Preise nach oben treiben.

FAQ

Warum ändern sich die Großhandelspreise jede Stunde?
Strom kann nicht wirtschaftlich in großem Maßstab gespeichert werden, daher muss das Angebot der Nachfrage in Echtzeit entsprechen. Jede Stunde hat andere Bedingungen: Die Nachfrage ist nachts gering und während der Morgen-/Abendspitzen hoch. Solarstrom erreicht sein Maximum mittags, Wind variiert mit dem Wetter. Der Preis spiegelt dieses stündliche Gleichgewicht wider — bei reichlichem Angebot (sonniger Mittag, starker Wind) sinken die Preise. Wenn Gaskraftwerke zur Deckung der Spitzennachfrage laufen müssen, steigen die Preise sprunghaft. Daher die dramatischen Schwankungen innerhalb eines einzigen Tages.
Was beeinflusst den Preis in dieser Gebotszone konkret?
Jede Gebotszone hat einen eigenen Preis, basierend auf dem lokalen Angebot-Nachfrage-Gleichgewicht und der Kapazität der Verbindungsleitungen zu Nachbarzonen. Entscheidend sind: die installierte Erzeugungskapazität (Solar, Wind, Kernkraft, Gas, Wasser), Wetterbedingungen für erneuerbare Erzeugung, Nachfragemuster (Industrieaktivität, Heiz-/Kühlbedarf), verfügbare Im-/Exportkapazität über grenzüberschreitende Leitungen und Brennstoffpreise (besonders Erdgas, das oft den Grenzpreis bestimmt).
Können Verbraucher von niedrigen Großhandelspreisen profitieren?
Ja, zunehmend. Viele europäische Länder bieten inzwischen dynamische Stromtarife an, die Großhandelspreise (mit Aufschlag für Netzentgelte und Steuern) an Verbraucher weitergeben. An Tagen mit negativen Großhandelspreisen können Verbraucher mit dynamischen Tarifen sogar dafür bezahlt werden, Strom zu verbrauchen. Die meisten Haushalte haben allerdings noch Festpreisverträge, bei denen der Großhandelspreis nur einen indirekten, verzögerten Einfluss hat — typischerweise über die jährliche Preisanpassung des Versorgers.

Quelle: ENTSO-E Transparency Platform · Stündlich aktualisiert